Literatur hinter GitternDas ganze Jahr über und besonders zum internationalen literaturfestival berlin im September veranstalten wir Lesungen mit internationalen Autoren in den Berliner JVAs. Zu diesen Lesungen, die als "geschlossene Gesellschaft" im Programmheft des Festivals angekündigt werden, werden außer den Autoren nur wenige Gäste von außen zugelassen, meistens Journalisten.
Hintergrund: » Literatur hinter Gittern Literatur hinter Gittern im Herbst 2010: Mo, 20. September, 18 Uhr, JVA Tegel: Di, 21. September, 16 Uhr, JVA Moabit: Moderation (und ggf. Übersetzung) jeweils Martin Jankowski. Arts and Culture in PrisonVon Juni 2010 bis Juni 2012 gestalten wir gemeinsam mit der Fondazione Michelucci Florenz, dem Manchester College und weiteren Partnern das gesamteuropäische Arts and Culture in Prison-Programm als Verantwortliche für den Bereich "Literatur hinter Gittern". Dazu werden wir im Oktober 2011 mit unseren Kollegen vom Berliner Gefängnistheater Aufbruch auch eine zweitägige Konferenz in Berlin ausrichten. (Arts und Culture in Prison ist Teil des EU-Grundtvig-Programms für lebenslanges Lernen.)
Am 30.9. 2008 las der kongolesische Berliner Wilfried N'Sondé in der JVA Moabit aus seinem Roman "Das Herz der Leopardenkinder". N'Sondé spricht deutsch, schreibt französisch und las dieses mal zur Freude aller sogar zur Livemusik der Gitarren-Knastband. Am 7.9. 2007 stellte Katja Lange-Müller aus Berlin ihren hochgelobten Roman "Böse Schafe" in der JVA Tegel vor. Das Besondere: Einer der Haupthelden dieser Geschichte ist ein Ex-Insasse von Tegel. Der junge New Yorker Erfolgsautor Benjamin Kunkel las am 10. September 2007 zum Vergnügen des Publikums aus seinem Kultroman "Unentschlossen". Anschließend meinte er, das Gespräch mit den Häftlingen sei interessanter als sein Buch... Kunkel hatte seinen Kollegen Keith Gessen mitgebracht, mit dem er das Literaturmagazin n+1 herausgibt. 2006 las am 12. September der norwegische Autor Dag Solstad in Europas größten Männerknast, der JVA Tegel, aus seinem Roman "Professor Andersens Nacht". Solstad gilt als einer der bedeutendsten norwegischen Schriftsteller. Am 13. September 2006 las Claire Keegan aus Irland vor rund 100 Gefangenen in der JVA Moabit aus ihrem Erzählband "Wo das Wasser am tiefsten ist". Claire Keegan wuchs als jüngstes Kind einer großen katholischen Familie in ländlicher Umgebung auf. Mit 17 Jahren reiste sie nach New Orleans, wo sie Literatur und Politik studierte. Heute gilt Keegan als wichtige neue Stimme der irischen Literatur, die mit Autoren wie William Trevor und Raymond Carver verglichen wird. Zu dieser Veranstaltung siehe auch: "Vorlesen im Knast"- die tageszeitung, 16. Sept. 2006.
Bisherige Lesungen (u.a.):
Im Rahmen des internationalen literaturfestivals berlin 2009:
Unsere Partner bei diesem Projekt sind neben dem internationalen literaturfestival berlin die engagierten Kulturverantwortlichen Herr Lars Hoffman von der JVA Tegel und Frau Petersen-Buck von der JVA Moabit, sowie der Förderverein der JVA Hakenfelde in Person von Frau Zander und Herrn Arends - herzlichen Dank für die gute Zusammenarbeit! Weitere Bilder von der Literatur hinter Gittern finden sich in der Galerie dieser Webseite. |

